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Phlegmone beim Pferd – das steckt dahinter

Als akute Phlegmone oder Einschuss bezeichnet man beim Pferd einen durch Bakterien ausgelösten Entzündungsprozess im Unterhautgewebe.
Innerhalb weniger Stunden entsteht eine spürbare, wärmeentwickelnde Schwellung. Nimmt die Infektion einen schwerwiegenden Verlauf, so können nekrotisches, verhärtetes Gewebe entstehen, das sogenannte Gangrän. Eine Blutvergiftung bzw. Sepsis wäre auch eine mögliche Folge.

 

So entsteht Phlegmone beim Pferd

Nach dem Motto kleine Ursache, große Wirkung, sind meist minimale Verletzungen – wie zum Beispiel Schürfwunden oder Mückenstiche – Auslöser einer Phlegmone.
Der Grund dafür liegt darin, dass bei diesen oft unbemerkten Wunden Keime und Bakterien nicht durch die Blutung wieder ausgespült werden.

Die häufigsten Keime, welche für Phlegmonen ursächlich sind, sind Streptokokken. Hat sich die Eintrittsstelle wieder geschlossen, vermehren sich Bakterien im Unterhautgewebe. Das Immunsystem schlägt Alarm und löst eine Entzündung aus, die wiederum zu einer Schwellung führt.

Betroffene Bereiche einer Phlegmone

Bei Pferden sind in aller Regel die Extremitäten, insbesondere die Hinterbeine, von einer Phlegmone betroffen. Die Schwellung kann sich aufwärts vom Kronrand, bis hin zur Leiste und in manchen Fällen sogar bis zur Schlauchtasche oder den Zitzen ausbreiten.

 


Die Symptome einer Phlegmone erkennen

In vielen Fällen ist die Eintrittswunde der Bakterien so klein, dass man diese nicht mehr findet.

Auffällig bei einer Phlegmone ist jedoch die starke plötzlich auftretende Schwellung. Das betroffene Bein nimmt innerhalb weniger Stunden stark an Umfang zu. Die Schwellung strahlt Wärme aus und das Pferd reagiert empfindlich auf Berührungen. Dabei steht das Gewebe derart unter Spannung, dass viele Pferde eine Schonhaltung einnehmen oder gegebenenfalls sogar lahmen. Nicht selten bekommen Pferde bei einer Phlegmone Fieber und wirken sichtbar matt und abgeschlagen.

 


 

Diagnose und Behandlung der Phlegmone

In den meisten Fällen sind die sichtbaren Symptome der Phlegmone so augenscheinlich, dass der Tierarzt diese auf den ersten Blick erkennt. Da es sich bei der Phlegmone um eine durch Bakterien ausgelöste Entzündung handelt, lässt sie sich gut mit Antibiotika behandeln.

Anhand eines Abstriches, kann durch ein Antibiogramm das entsprechende Antibiotikum vom Tierarzt angewandt werden.
Um das Fieber zu senken und die Entzündung einzudämmen, wird dem Pferd häufig Phenylbutazon oder Flunixin-Meglumin verabreicht. Ein zusätzlicher Angussverband und leichte Bewegung zur Aktivierung der Selbstheilung runden die Phlegmone Therapie ab.

Darüber hinaus ist es sinnvoll den Tetanusschutz des Pferdes zu überprüfen und diesen bei Bedarf aufzufrischen. Bei einem nicht bestehenden Schutz muss ggf. ein Tetanusserum verabreicht werden, welches einen sofortigen Schutz bietet.

 

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Wird die Phlegmone nicht rechtzeitig behandelt, können sich u.a. Abszesse bilden. Diese können zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung (Sepsis) führen.

Außerdem kann eine Phlegmone auch chronisch verlaufen, diese sind die Folge von akuten und/oder rezidivierenden Phlegmonen.

Bei einer chronischen Phlegmone handelt es sich, infolge von chronischen Lymphödemen, um teilweise oder vollständige Anschwellungen der betroffenen Bereiche des Körpers. In diesem Stadium der Erkrankung, ist das Pferd medikamentös nicht mehr bis zum Ursprungszustand beeinflussbar, sondern lediglich begleitend. In diesem Fall wäre die MLD die beste Option.

Ausschlaggebend für eine schnelle Reduktion des Gewebes, ist die Zeit. Je schneller die Behandlung des Tierarztes in Kombination der MLD erfolgt, umso besser sind die Heilungsprozesse.

 


ACHTUNG

Bei einer akuten Phlegmone, ist eine MLD erst möglich/sinnvoll, wenn das Pferd 3 Tage unter Antibiose steht. Ansonsten hätte die MLD möglicherweise eine Keimverschleppung zur Folge, was wiederum zu einer Sepsis führen kann.

Außerdem kann auch bei der Phase einer chronischen Phlegmone, akute Entzündungsschübe einhergehen und müssen dann auch als akute Phlegmonenphase eingestuft werden.

 


 

Elephantiasis

Das nächste Stadium einer chronischen Phlegmone, ist die Elephantiasis, oder auch Elefantenbein genannt. Durch Fibrineinlagerungen und Fibrosierungen des Bindegewebes, äußert sich das Krankheitsbild durch gering- bis hochgradige Umfangsvermehrung.

Die Unterhaut ist deutlich verdickt, außerdem geht hierbei die Elastizität der Haut verloren, daraus können auch sichtbare und spürbare Hautfalten entstehen. Spannungsrisse, schlecht heilende Wunden, Alopezie gehen oftmals mit dem Krankheitsbild einher.
Die betroffenen Bereiche sind in der Regel weder warm noch schmerzhaft. Das Allgemeinbefinden des Pferdes ist ungestört. Lediglich treten ein unklares Gangbild bzw. Lahmheiten, aufgrund der mechanischen Einschränkung auf.

Leider ist die Entwicklung und Entstehung dieser Erkrankung durch insuffiziente Lymphgefäße und Fibrosierung dazugehörenden Gewebestrukturen geprägt.
Im Zuge der Hautveränderungen, können immer wieder akute Entzündungen der Haut- und Unterhaut auftreten.

Soweit es möglich ist, sollte man versuchen auch die Ursachen der Phlegmone auszuräumen.
Wurde diese zum Beispiel durch eine Erkrankung mit Mauke ausgelöst, sollte diese ebenfalls sorgfältig behandelt werden.

 

EquiCrown Expertentipp

Ist die akute Phase einer Phlegmone ausgestanden und wurde Tierärztlich behandelt, können EquiCrown Kompressionsbandagen den gesamten Regenerationsprozess unterstützen. Die Kompression fördert den Rückgang der Schwellung, regt die Durchblutung und das Lymphsystem ab und unterstützt so den Abtransport von Schadstoffen und die Erneuerung des geschädigten Gewebes.

Um den oft langwierigen Prozess des Abschwellens ideal zu unterstützen, empfehlen wir die EquiCrown fit Kompressionsbandage. Denn Sie lässt sich durch die zweite Hakenreihe schrittweise enger einstellen und passt sich so an den Heilungsverlauf an.

 


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